OpenScreen unter Windows, macOS und Linux installieren
Unter Windows ist der Microsoft Store der empfohlene Weg. Auf allen anderen Systemen lädst du den neuesten Installer für deine Plattform von der Download-Seite herunter oder direkt von GitHub Releases.
Systemanforderungen
| Minimum | Empfohlen | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10 Version 1903 (Build 18362) oder neuer, x64, Intel ab 8. Generation / AMD Ryzen ab Serie 2000. Die native Aufnahme braucht Windows 10 Version 2004 (Build 19041) oder neuer; ältere Builds nehmen über die Browser-Aufnahme als Fallback auf | Windows 11, Intel ab 12. Generation / AMD Ryzen ab Serie 4000 |
| macOS | macOS 13 (Ventura), das ScreenCaptureKit für die Aufnahme voraussetzt | macOS 14 oder neuer |
| Linux | x64. xdg-desktop-portal und PipeWire, die die Aufnahme braucht: Das native Aufnahme-Hilfsprogramm läuft über sie, und schlägt dort etwas fehl, wird das als Fehler gemeldet. Die Browser-Aufnahme als Fallback springt nur ein, wenn einem Build das Hilfsprogramm selbst fehlt. Systemaudio braucht zusätzlich PipeWire als Soundserver (Standard ab Ubuntu 22.10 und Fedora 34). Damit unter Wayland Mausklicks aufgenommen werden, muss dein Benutzer in der Gruppe input sein, siehe Mausklicks unter Wayland | Wie Minimum, jeweils aktuell |
| RAM | 8 GB | 16 GB |
Auf Rechnern mit integrierter Grafik, die älter ist als etwa Intels 8. Generation (oder die entsprechende AMD-Ryzen-Serie 2000), lässt sich OpenScreen trotzdem installieren. Einige davon haben aber bekannte Stabilitätsprobleme mit dem Treiber, durch die sich eine Aufnahme unter Umständen nicht stoppen und speichern lässt, siehe #460. Wenn dir das passiert, öffne direkt nach dem Fehler (bevor du eine neue Aufnahme startest) das Symbol im Infobereich oder Help → Save Diagnostics und hänge die Datei an einen Fehlerbericht an.
macOS
Lade den .dmg-Installer von Releases herunter und ziehe OpenScreen in deinen Ordner „Programme“. Builds ab 1.9.0 sind mit einem Developer-ID-Zertifikat signiert und von Apple notarisiert. Gatekeeper blockiert sie deshalb nicht, und du brauchst keinen Schritt im Terminal.
Öffne dann Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit und erteile OpenScreen die Berechtigungen Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen. Ohne „Bildschirmaufnahme“ kann OpenScreen überhaupt nicht aufnehmen. „Bedienungshilfen“ braucht der standardmäßige bearbeitbare Cursor, um Cursorform und Klicks aufzuzeichnen: In diesem Modus öffnet ein Klick auf Aufnahme ohne diese Berechtigung einen Hinweis mit einem Link zur Einstellung, und die Aufnahme startet, sobald du die Berechtigung erteilt und erneut auf Aufnahme geklickt hast.
macOS fragt die Berechtigung zur Bildschirmaufnahme von Zeit zu Zeit neu ab, und zwar für jeden Bildschirmrekorder von Drittanbietern. Diese Abfrage kommt vom Betriebssystem. Sie bedeutet nicht, dass deine Installation defekt ist oder ein Update schiefgegangen ist. Erteile die Berechtigung erneut, wenn du gefragt wirst.
Diese Builds waren nicht mit einem Developer-ID-Zertifikat signiert, und macOS bindet die Berechtigungen für Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen an die Signatur einer App. macOS kann deshalb nicht erkennen, dass der neue Build dieselbe App ist, und die Berechtigungen der alten Version werden nicht übernommen. Wenn eine neue Version auch nach dem Erteilen nicht aufnimmt, entferne die Einträge von OpenScreen unter beiden Berechtigungen in den Systemeinstellungen, starte die App dann neu und erteile die Berechtigungen noch einmal.
Windows
Empfohlen: Microsoft Store. Hol dir OpenScreen im Microsoft Store oder installiere dasselbe Paket im Terminal:
winget install --source msstore OpenScreen
Microsoft signiert das Store-Paket bei der Zertifizierung. Es installiert sich deshalb ohne Sicherheitswarnung, und der Store hält es aktuell.
Alternative: eigenständiger Installer. Lade die .exe von Releases herunter und führe sie aus, wenn du den Store nicht nutzen kannst: Windows LTSC, ein stark eingeschränkter Arbeitsrechner, eine Offline-Installation oder eine bestimmte ältere Version.
Die .exe ist nicht codesigniert. Windows SmartScreen zeigt deshalb Der Computer wurde durch Windows geschützt und meldet einen unbekannten Herausgeber. Wähle Weitere Informationen → Trotzdem ausführen, um fortzufahren. Lade die .exe nur von der Releases-Seite herunter; wenn du ein signiertes Paket willst, nimm die Store-Version.
Linux
Pro Release erscheinen vier x64-Pakete. Wähle das passende für deine Distribution. Auf aarch64 nimmst du den Nix-Flake unten, der aus dem Quellcode baut.
Debian / Ubuntu / Pop!_OS
sudo apt install ./Openscreen-Linux-*.deb
Fedora / RHEL / CentOS
sudo dnf install ./Openscreen-Linux-*.rpm
Arch / Manjaro
sudo pacman -U Openscreen-Linux-*.pacman
Jede Distribution (AppImage)
chmod +x Openscreen-Linux-*.AppImage
./Openscreen-Linux-*.AppImage
Wenn das AppImage mit einem Sandbox-Fehler nicht startet:
./Openscreen-Linux-*.AppImage --no-sandbox
NixOS / Nix (Flake)
Ohne Installation ausprobieren:
nix run github:getopenscreen/openscreen
In dein Benutzerprofil installieren:
nix profile install github:getopenscreen/openscreen
Als NixOS-Systemmodul:
{
inputs.openscreen.url = "github:getopenscreen/openscreen";
outputs = { nixpkgs, openscreen, ... }: {
nixosConfigurations.<host> = nixpkgs.lib.nixosSystem {
modules = [
openscreen.nixosModules.default
{ programs.openscreen.enable = true; }
];
};
};
}
Wer Home Manager nutzt, kann openscreen.homeManagerModules.default mit demselben programs.openscreen.enable = true; verwenden.
Je nach Desktop-Umgebung musst du eventuell eine Berechtigung zur Bildschirmaufnahme erteilen.
Mausklicks unter Wayland
Wayland bietet kein Portal für Eingabeereignisse. OpenScreen liest das Drücken der linken Maustaste deshalb direkt über die evdev-Schnittstelle des Kernels (/dev/input/event*). Diese Gerätedateien gehören root:input. Eine Aufnahme kann einen Klick deshalb nur dann von einer normalen Cursorbewegung unterscheiden, wenn dein Benutzer in der Gruppe input ist:
sudo usermod -aG input $USER
Melde dich ab und wieder an, damit die neue Gruppe wirksam wird. Ohne sie geht nichts kaputt: Die Aufnahme funktioniert genau wie vorher, und jede Cursorposition wird einfach als Bewegung aufgezeichnet.
Der Umfang ist bewusst eng: Gelesen wird nur die linke Maustaste (BTN_LEFT), niemals Tastatureingaben. Um das Auslesen auch dort ganz abzuschalten, wo die Berechtigung besteht, setze OPENSCREEN_DISABLE_CLICK_CAPTURE=1 in der Umgebung, aus der OpenScreen gestartet wird.
Die Gruppe input gilt nicht nur für OpenScreen: Danach kann jedes Programm, das unter deinem Benutzer läuft, alle Eingabegeräte auslesen, auch die Tastatur. Füge dich nur hinzu, wenn du das auf diesem Rechner akzeptierst.
Touchpads: Aufgenommen wird nur ein physischer Klick, bei dem du das Pad herunterdrückst, bis es nachgibt. Tippen zum Klicken wird nicht aufgenommen: Der Eingabe-Stack deines Compositors (libinput) erzeugt diese Taps für den eigenen Gebrauch und schreibt sie nie an das Kernel-Gerät zurück, das OpenScreen liest. Auf evdev-Ebene gibt es also nichts zu sehen. Mit einer Maus oder mit einem Touchpad, bei dem Tippen zum Klicken ausgeschaltet ist, wird jeder Klick aufgenommen.
Unterschiede zwischen den Plattformen
Die Bearbeitungswerkzeuge sind überall gleich: Zooms, Hintergründe, Zuschneiden/Kürzen/Geschwindigkeit, Annotationen, Transkription, Untertitel und Projekte. Jedes Exportformat funktioniert auf jeder Plattform. Unterschiede gibt es bei der Aufnahme und bei der Frage, welchen Encoder der MP4-Export unter Linux nutzen kann:
| macOS | Windows | Linux | |
|---|---|---|---|
| Aufnahme-Pipeline | Nativ (ScreenCaptureKit) | Nativ (Windows Graphics Capture) ab Build 19041; Browser-Fallback auf älteren Builds oder ohne das Hilfsprogramm | Nativ (PipeWire über das ScreenCast-Portal); Browser-Fallback ohne das Hilfsprogramm, dann ohne Hardware-Encoding und ohne Cursor-Telemetrie |
| Eigene Cursor-Themes / Klickeffekte | ✅, Klicks und Cursorform brauchen die Berechtigung „Bedienungshilfen“ | ✅ | ✅ unter Wayland, die Klickerfassung braucht die Gruppe input (Details) |
| Webcam | Browser-Aufnahme, als separate Datei gespeichert (funktioniert trotzdem als Bild-im-Bild) | Native Aufnahme, als separate Datei gespeichert | Browser-Aufnahme, als separate Datei gespeichert (funktioniert trotzdem als Bild-im-Bild) |
| Systemaudio | Funktioniert ohne Einrichtung; Berechtigungsabfrage ab macOS 14.2 | Funktioniert ohne Einrichtung | Braucht PipeWire als Soundserver (Standard ab Ubuntu 22.10, Fedora 34) |
| MP4-Export | ✅ | ✅ | ✅, H.264 auf der GPU über VAAPI, wenn der Grafik-Stack es zulässt (siehe Hinweis unten), sonst in Software; H.265 nur in Software |
| GIF-Export | ✅ | ✅ | ✅ |
| Lokale Transkription | Metal (Apple Silicon) / CPU | Vulkan / CPU | Vulkan / CPU |
Der GPU-Compositor hinter der Live-Vorschau und dem MP4-Export hat drei Backends (Direct3D 11 unter Windows, Metal unter macOS, wgpu/WGSL unter Linux) und ist in allen drei Builds enthalten. Unter Linux übergibt ein H.264-Export jedes zusammengesetzte Bild ohne CPU-Kopie an h264_vaapi, wenn der GPU-Treiber VAAPI bereitstellt und das Vulkan-Gerät das Bild als dmabuf weitergeben kann (VK_KHR_external_memory_fd und VK_EXT_external_memory_dma_buf). Fehlt davon etwas (kein Render-Node, ein Treiber ohne VAAPI, ein Vulkan-Gerät ohne diese Erweiterungen), weicht der Export auf einen Software-Encoder aus und dauert einfach länger; sonst ändert sich nichts. H.265-Exporte nutzen unter Linux immer den Software-Encoder.
Was OpenScreen auf dem jeweiligen System leistet und wann ein anderes Tool besser passt, fassen die Seiten zu Windows, Mac und Linux zusammen.
Weiter: Der Schnellstart führt dich durch deine erste Aufnahme.