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Bildschirmaufnahme

Aufgenommen wird über das HUD, eine verschiebbare, pillenförmige Overlay-Leiste, die immer im Vordergrund bleibt. Sie ignoriert Mausklicks überall außer auf ihren eigenen Bedienelementen und kommt der App, die du aufnimmst, deshalb nie in die Quere.

Quelle auswählen​

Die Schaltfläche der Quellenauswahl zeigt den aktuell gewählten Bildschirm oder das Fenster (gekürzt) und ist deaktiviert, sobald die Aufnahme läuft. Ein Klick darauf öffnet ein eigenes Fenster mit zwei Tabs:

  • Bildschirme: eine Karte pro Bildschirm.
  • Fenster: eine Karte pro geöffnetem Fenster, mit dem Symbol der App.

Wähle ein Vorschaubild und klicke auf Teilen. Unter macOS 15.2 und neuer öffnet die Schaltfläche stattdessen die Systemauswahl von Apple. Ist beim Klick auf Aufnahme keine Quelle gewählt, öffnet OpenScreen zuerst die Auswahl und startet die Aufnahme automatisch, sobald du eine Quelle gewählt hast.

Eine Bereichsaufnahme gibt es nicht: Du nimmst einen ganzen Bildschirm oder ein Fenster auf und schneidest das Bild danach im Editor zu, Clip für Clip.

Unter Linux zeigt das HUD keine Quellenauswahl, sondern nur Dein System fragt gleich, was du teilen möchtest. Diese Wahl trifft das ScreenCast-Portal: Ein Klick auf Aufnahme öffnet vor dem Countdown den Freigabedialog deines Desktops, und er fragt bei jedem Take erneut.

Audio​

Drei Schalter sitzen in einer gemeinsamen Gruppe:

  • System audio: nimmt auf, was auf dem Rechner abgespielt wird. Deaktiviert, sobald die Aufnahme läuft.
  • Microphone: nimmt deine Stimme auf. Device settings (das Zahnrad) wählt das Eingabegerät und zeigt eine Live-Pegelanzeige. So prüfst du, ob das richtige Mikrofon gewählt ist, bevor es losgeht.
  • Webcam: nimmt dich als eigene Spur auf, die später im Editor ins Bild gesetzt wird. Device settings wählt die Kamera und ihre Qualität, mit einer Vorschau.

Ob Systemaudio unterstützt wird, hängt vom Betriebssystem ab, siehe Unterschiede zwischen den Plattformen.

Cursormodus​

Unter Windows, macOS und Linux wechselt ein Schalter für den Cursormodus zwischen:

  • Use editable cursor (Standard): Der Systemcursor bleibt aus dem Bild heraus, und seine Bewegung wird als Daten aufgezeichnet. So kann OpenScreen im Editor einen Cursor zeichnen, dessen Theme, Größe und Animation du festlegst.
  • Use system cursor: nimmt den Systemcursor unverändert auf, so wie er ist.

Was das bearbeitbare Overlay erfasst, hängt von der Plattform ab:

  • Windows: die echte Cursorform und Klicks.
  • macOS: Cursorform und Klicks, wofür die Berechtigung „Bedienungshilfen“ nötig ist. Fehlt sie, öffnet ein Klick auf Aufnahme in diesem Modus das Berechtigungsfenster, statt die Aufnahme zu starten (siehe Installation unter macOS).
  • Linux: Position und Form über das ScreenCast-Portal, dazu Linksklicks, wenn dein Benutzer Lesezugriff auf die Maus hat, über eine udev-Regel (empfohlen) oder die Gruppe input (siehe Mausklicks unter Wayland).

Ein Linux-Take, der auf die Browser-Aufnahme ausweicht, zeichnet den Systemcursor auf, egal welchen Modus du gewählt hast.

Aufnahmesteuerung​

  • Record / Stop: Im Ruhezustand lautet ihr Tooltip Start recording (Choose a screen or window to record, wenn keine Quelle gewählt ist), und während der Aufnahme läuft ein Timer mm:ss (bei pausierter Aufnahme wird er bernsteinfarben).
  • Pause recording / Resume recording: während der Aufnahme verfügbar.
  • Restart recording: verwirft den aktuellen Take und beginnt neu.
  • Cancel recording: verwirft den aktuellen Take, ohne zu speichern.
  • Open Studio: wechselt in den Editor (während der Aufnahme ausgeblendet).

Countdown​

Ein Klick auf Aufnahme startet einen 3‑2‑1-Countdown, der als Overlay über den ganzen Desktop gelegt wird, bevor die Aufnahme tatsächlich beginnt.

Weitere Bedienelemente im HUD​

  • Use vertical tray / Use horizontal tray: stellt das HUD zwischen waagerecht und senkrecht um und merkt sich die Wahl über Sitzungen hinweg.
  • Device settings (das Zahnrad): das gewählte Mikrofon und die Kamera, ohne das HUD zu verlassen.
  • Open Notes (nicht unter Linux): öffnet ein kleines Notizfenster mit Textformatierung, praktisch für ein Skript oder einen Ablaufzettel während der Aufnahme. Der Inhalt wird zwischen Sitzungen lokal gespeichert.
  • Language: eine Sprachauswahl (15 Sprachen), die nur die Oberfläche von OpenScreen betrifft, nicht deine Aufnahme.
  • Fenster-Bedienelemente, um das HUD auszublenden oder die App zu beenden.

Aus dem Editor aufnehmen (Modus Aufnahme)​

Du musst nicht im HUD anfangen. Stelle im Editor die obere Leiste auf Aufnahme, dann bekommst du statt der Leiste eine ganze Seite zur Vorbereitung:

  • Quelle: dieselbe Auswahl für Bildschirm oder Fenster, in einem modalen Dialog, unter macOS 15.2 und neuer die Systemauswahl von Apple. Unter Linux steht auch in dieser Zeile Dein System fragt gleich, was du teilen möchtest, und der Portal-Dialog übernimmt die Auswahl.
  • Systemton, Mikrofon, Kamera: jeweils eine Zeile mit Ein/Aus. Mikrofon und Kamera klappen zu einer Geräteliste auf, und die Kamera zeigt eine Live-Vorschau, damit du dich vor dem Start ins Bild rücken kannst.
  • Bearbeitbarer Cursor: Eingeschaltet steht für den bearbeitbaren Overlay-Cursor, ausgeschaltet für den einfachen Systemcursor.

Aufnahme starten öffnet das Aufnahme-Widget und schließt das Editorfenster; ein Abbruch bringt dich zurück in den Modus Schnitt. Hier landest du auch über Neues Projekt → Bildschirmaufnahme.

Native Aufnahme und Browser-Aufnahme​

Jede Plattform nimmt den Bildschirm über ein natives Hilfsprogramm auf: ScreenCaptureKit unter macOS, Windows Graphics Capture unter Windows 10 ab Build 19041 und PipeWire über das ScreenCast-Portal unter Linux. Die Webcam wird nur unter Windows nativ aufgenommen; macOS und Linux nehmen sie über den Browser auf. Auf allen drei Systemen wird sie als separate Datei gespeichert und im Editor ins Bild gesetzt.

Die Browser-Aufnahme ersetzt das native Hilfsprogramm nur auf Windows-Builds vor 19041 oder wenn einem Windows- oder Linux-Build das Hilfsprogramm fehlt. Schlägt ein natives Hilfsprogramm fehl, gibt es keinen Fallback: Die Aufnahme meldet den Fehler. Siehe die vollständige Tabelle der Plattformunterschiede.

Wenn die Aufnahme gestoppt ist, geht es unter Bearbeitung & Zeitleiste mit dem Schnitt weiter, oder unter Mediathek, wenn du mehrere Takes zusammensetzt.